Die zweite Phase der Innovationsallianz NatLifE 2020 startet erfolgreich

13.04.2017 -

Anfang Februar 2017 kamen in Lübeck die Partner der Innovationsallianz Natural Life Excellence Network 2020 (NatLifE 2020) zusammen, um die bisherigen Projektergebnisse zu evaluieren. Der Zusammenschluss, der aus dem IWBio-Netzwerk heraus entstand, wird seit März 2013 als Teil der „Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) kofinanziert. Ziel ist es, mithilfe biotechnologischer Verfahren eine neue Generation nachhaltig produzierter und biologisch aktiver Wirkstoffe für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie zu entwickeln. Damit soll ein deutlich erkennbarer Beitrag zur Verbesserung von Ernährung, Gesundheit und menschlichem Wohlbefinden geleistet werden. Das Investitionsvolumen der auf maximal neun Jahre angelegten Allianz beträgt 30 Mio. Euro.

Drei Förderphasen: Koordiniert von dem IWBio-Mitgliedsunternehmen BRAIN AG startete die Allianz 2013 mit einer dreijährigen Forschungsphase, während der erste bioaktive Substanzen in Verkostungs- und Anwendungsexperimenten erfolgreich getestet wurden. Im März 2016 ging die Allianz in die zweite, die Entwicklungsphase über, in deren Rahmen es um Verfahrensoptimierungen geht. Dabei wird sie von drei neuen Partner unterstützt: der Henkel AG & Co. KGaA, der Phyton Biotech GmbH und der Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik. Auf dem Jahrestreffen im Februar bewerteten die insgesamt 40 Wissenschaftler der aktuell 22 Projektpartner aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich den Start dieser Phase positiv und konnten bereits neue Forschungsergebnisse vorstellen. So ist es gelungen, das Kandidatenportfolio an natürlichen Geschmacksmodulatoren zu erweitern, die bittere Fehlnoten in Lebensmitteln reduzieren können. Zudem sind in den vergangenen Monaten u.a. weitere Prototypen für Lebensmittel mit geringerer Energiedichte entwickelt worden. Sie zeichnen sich beispielsweise durch einen stark reduzierten Gehalt von Fett aus. An die dreijährige Entwicklungsphase wird sich bei erfolgreicher Evaluierung der Forschungsergebnisse durch ein Gutachtergremium die Pilotierungsphase anschließen, die 2022 zu Ende gehen würde. Der gesammelte Erkenntnisgewinn soll dann unmittelbar in die kommerzielle Nutzung münden.

Forschungsschwerpunkte: Ein zentraler Forschungsschwerpunkt sind natürliche Geschmacksmodulatoren für gesündere Lebensmittel und deren nachhaltige, biotechnologische Herstellung. Konkret geht es beispielsweise darum, stärker hervortretende Fehlgeschmäcker zu minimieren, wenn der Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln reduziert wird. Bei der Entwicklung von dem entgegenwirkenden Geschmacksmodulatoren kommt NatLifE ein wissenschaftlicher Durchbruch zugute: es ist gelungen, stabile menschliche Geschmackszellenlinien zu kultivieren, mit deren Hilfe zum Beispiel ein Bittergeschmack im Labor simuliert werden kann. Ein zweiter NatLifE-Schwerpunkt liegt auf bioaktiven Wirkstoffen für gut verträgliche Kosmetika, ein dritter auf der Etablierung leistungsfähiger mikrobieller Produktionssysteme.

Weitere aktuelle Informationen zur Innovationsallianz NatLifE 2020 finden Sie regelmäßig auf der Presse-Seite der BRAIN AG.

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